Im Labyrinth von Stone Town

 

Wie im letzten Bericht angekündigt, sind wir nicht nur faul am Strand rumgelegen, sondern waren im Jozani Forest Äffchen kucken. Sehr putzig! Allerdings kann von scheuen, wilden Affen kaum mehr die Rede sein. So wie sie sich direkt vor uns in Pose gesetzt haben, gab’s wohl  schon einige Foto-Shootings durch diverse Touris… ;-) Ein Guide hat uns die verschiedenen Pflanzen und Bäume erklärt, viele davon werden als Heilmittel für ganz unterschiedliche Krankheiten benutzt. Zum Abschluss haben wir uns noch den Mangrovenwald angekuckt. Zurück nach Paje sind wir dann im Daladala gefahren, dem lokalen Bus. Zufälligerweise fuhr er gerade vorbei  5 m bevor wir an der Straße waren. Sch…! Dachten wir. Jetzt heißt’s warten auf den nächsten. :-( Aber unser Guide hat kurz „geschnalzt“ und tatsächlich quietschten die Reifen und das Daladala hat 50 m weiter auf uns gewartet. Sowas! Nach europäischen Maßstäben hätten wir da sowieso nicht mehr reingepasst. Aber hier wird halt noch ein bisschen enger zusammengerückt (was eigentlich gar nicht mehr möglich ist), man steigt über ein paar Dutzend gestapelte rohe Eier,  zwei Kinder und diverse Tüten und Rucksäcke und dann passt das schon!

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Am letzten Tag in Paje waren wir noch mit unserem „Freund“ Moussa, dem Kokospalmen-Kletterer, schnorcheln. Die Dhau gehört seinem Onkel, wir können günstig mitfahren, da  „rich people“ von einem anderen Hotel mit dabei sind und kräftig zahlen.  Echt schöne Korallen und bunte Fischchen aus nächster Nähe. Dazu haufenweise rote Seesterne, einen schwarzgepunkteten Schlangenaal, einen Trompetenfisch und einen  kleinen Kugelfisch, der sich leider nicht vor uns erschreckt hat und damit nicht kugelig wurde. Das hätten wir ja gerne mal live gesehen. ;-)

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Dann mussten wir uns leider schon von dem schönen Strand und dem blauen Meer verabschieden und fuhren nach Stone Town, der Hauptstadt der Insel, mit ca. 200.000 Einwohnern. Hier klopften wir gleich mal an die Himmelstür… ;-)

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Nachdem wir uns dort himmlisch einquartiert hatten (naja, nicht wirklich…) machten wir uns gleich mal auf die Stadt erkunden. Auf dem Nachtmarkt (täglich im Forodhani Garden) – der allerdings schon um 18:00 Uhr anfängt – denn da ist es auch schon dunkel – haben wir uns von Stand zu Stand geschlemmt. Die meisten Stände versuchen durch teils sehr aufdringliche „Werber“ auf sich aufmerksam zu machen. Geht man dann aber nicht zu dem, der einen als erster „entdeckt“ hat, sondern zum Nachbar-Stand, gibt es lautstarke Diskussionen zwischen den Ständen. Wegen uns hätte es fast eine Schlägerei zwischen „Mr. Happiness“ und „Mr. Satisfaction“ gegeben. ;-) Es gab dann frischen Fisch in allen möglichen Variationen, selbstgemachte Kartoffel-Wedges, Salat, außerdem die berühmte „Zanzibar Pizza“: der Teig wird ganz dünn ausgelegt, dann kommt Hackfleisch, geraspelte Karotten und Zwiebeln dazu und darüber wird noch ein Ei geschlagen. Das wird dann alles gut „verkleppert“ – für alle nicht Badener: es wird verrührt ;-) – und ab in die Pfanne in schön viel Öl knusprig gebrutzelt, schmeckt echt sehr lecker! Dazu gibt’s frisch gepressten Zuckerrohrsaft mit wahlweise Ingwer oder Limette und zum Dessert Schoko-Bananen-Pizza… Mmmmh!

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Sich in Stone Town zurechtzufinden ist nicht so ganz einfach, will es aus unzähligen engen Gassen besteht, die irgendwie alle gleich aussehen. Daher haben wir am nächsten Tag gleich eine City-Tour mit Guide gemacht. Der hat uns dann auch noch ein bisschen was über die Geschichte der Insel erzählt. Hier sind mal die Portugiesen, die Araber, die Deutschen, die Inder, die Engländer, usw. vorbeigekommen und haben in der Stadt Spuren hinterlassen, was man sowohl an der Architektur merkt, als auch daran, dass es in Stone Town eine kunterbunte Mischung an Hautfarben und auch Religionen gibt. Eigentlich ist alles vertreten. Deshalb ist morgens um 5:00 Uhr auch erstmal die Nachtruhe vorbei, denn da fängt der Muezzin an zum Morgengebet zu rufen. Und die Chance, dass man NICHT in der Nähe einer Moschee ist, ist bei 45 Moscheen in Stone Town ziemlich gering! ;-) Allerdings findet man auch 2 christliche Kirchen und einige Tempel  hier. Gelebtes Multikulti eben. Den Arabern und den Indern ist es zu verdanken, dass es in Stone Town ca. 80 wunderschön verzierte Holztüren gibt. Naja, mache sind schon ziemlich verrottet, aber die waren bestimmt mal echt schön.

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Da Sansibar auch als die Gewürzinsel bekannt ist, mussten wir natürlich auch eine Spice-Tour mitmachen. Sehr touri-mäßig. Aber immerhin haben wir so viele verschiedene Gewürze und Früchte direkt vom Baum probieren können. Und ein bisschen was von der Insel haben wir dabei auch noch gesehen…

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Der nächste Bericht kommt dann schon (bald!) aus Südafrika…

Hier das ganze Album:

Ein Kommentar für “Im Labyrinth von Stone Town”

  1. Inge 25 Juli 2011 at 12:28 #

    hey, richtig tolle bilder – mehr davon ….

    Inge


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