Floaten im Addo-Nationalpark

Um 14:30 Uhr holen uns Terri & Chris von CrissCross Adventures zur River Safari ab. Mit den beiden waren Liane & ihre Eltern schon letztes Jahr auf einer tollen Safari im Addo-NP. Mal kucken, was sie noch so im Programm haben! Wir fahren direkt an den Sunday’s River, dort liegen schon drei Kanus bereit – eines für Raphael & Yvonne, eines für uns und eines für Chris. Weil es die letzten Tage geregnet hat wie schon lange nicht mehr, hat der Fluss ganz schön viel Wasser. Deshalb gibt es ein paar lustige Stromschnellen, die wir zu meistern haben. Aber wir sind ja mittlerweile Kanu-Spezialisten…*grins* Insgesamt ist es aber eher ein ruhiges dahintreiben lassen, ohne Kenter-Gefahr. Unterwegs sehen wir auch einige Tiere am Flussufer: einen großen Waran, Vervet Monkeys, Dassies, Reiher, einen Eisvogel, Komorane und den Schatten eines Otters, der aber schneller im Fluss verschwindet, als wir kucken können. Nach 2½ h kommen wir an einer kleinen Anlegestelle an, wo Terri schon mit dem Bus auf uns wartet. Schöööön war’s! Da Raphael & Yvonne am nächsten Tag schon in Richtung Kapstadt aufbrechen, gehen wir zur Feier des Tages lecker Essen.

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Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den Schweizern und werden dann von Terri & Chris zur Mountain Safari abgeholt. Dazu fahren wir in ein Farmgebiet, welches vom Nationalpark umschlossen ist und einem Freund von Chris Vater gehört. Wegen des Regens ist eine der Straßen nicht mehr passierbar, deshalb müssen wir zu Fuß weiter an den Wasserfall laufen. Das heißt konkret: Schuhe raus und barfuss durch den Bach. Zum Glück ist es nicht tief und man kann die Steine einigermaßen sehen, auf denen man läuft. Weiter geht’s durch den Wald und dann ist wieder Schluss: Diesmal ist es eher ein Fluss als ein Bach, aber hilft alles nix: wieder Schuhe raus, Hosen hochkrempeln und los. Mit Hilfe eines Stock zum Abstützen und Vortasten geht’s dann aber ganz gut. Die tiefste Stelle ist ca. 80 cm und das Wasser ist saukalt! Deshalb ist auch nix mit Baden unter dem Wasserfall. Im Sommer wär das bestimmt richtig klasse gewesen… Mit dem Auto fahren wir dann später noch ein Stückchen weiter in die Berge. Dann ist wieder Stopp wegen Überflutung! Wir laufen noch einen knappen Kilometer bis zu einem großen Pool mitten in den Bergen. Während Terri & Chris das Braai fürs Mittagessen richten, liegen wir gemütlich im Sonnenschein auf einer großen Luftmatratze und „floaten“ mitten auf dem Wasser. Dank eines Stein-Ankers treiben wir nicht ab und können uns Wein, Bier und NikNaks schmecken lassen. O-Ton Florian: „Des isch ja schu e bissle dekadent was mir do mache!“ ;-) Nach dem leckeren Braai (selbstgemachter Salat, Lammkoteletts und Impalawürstchen) fahren wir wieder zurück. Ein toller Ausflug!

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Morgens werden wir vom Regen begrüßt. Es schüttet wie aus Kübeln. Und so wie es aussieht regnet’s an dem Tag nur einmal… Daher beschließen wir, dass wir zurück nach Port Elizabeth zu Heike fahren, da gibt’s Abends eine kleine Party inkl. lecker Braai. Die zwei „Hundis“ – Cleo und Cesar, zwei verschmuste 50 kg Muskelpakete von Rottweilern – freuen sich auch sehr über unseren Besuch und die damit verbundenen Extra-Streicheleinheiten. Als sie morgens sehen, dass wir wach sind, geht gleich das große Gejaule los! Wir können daher quasi gar nicht anders, als ihnen im Garten ihre Bälle zuwerfen, die sie brav und total angesabbert unermüdlich holen und wieder direkt vor unsere Füße legen…

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Wenn wir schonmal in PE sind, darf natürlich auch ein Besuch in der LuK nicht fehlen! Heike macht für uns eine exklusive Führung durch die Werkshallen. Echt interessant und im Vergleich zum Stammwerk in Bühl sehr übersichtlich!

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Der Wetterbericht für den Tag sieht etwas besser aus, deshalb fahren wir dann doch nochmal in den Addo NP auf Safari. Ab mittags wird’s dann etwas freundlicher und wir bekommen nochmal einige Tiere zu Gesicht. Unter anderem einen riesengroßen Elefanten, der ca. 30 min vor uns herläuft und sich immer wieder umdreht um zu kucken, was wir da eigentlich machen. Wir sehen noch weitere Elefanten, viele Warzenschweine, Strauße, Zebras, Kudus, Schakale und einen Dung Beetle. Abends machen wir uns wieder auf den Weg nach PE, wo wir mit Heike Essen gehen, als Dankeschön für die Gastfreundschaft (inkl. Wäscheservice!).

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Unser nächstes Ziel ist die Löwenfütterung im Sea View Lions Park. Der vorherige 3 km lange Game Drive beinhaltet: unzählige Blessböcke, vier Zebras, zwei Gnus und acht Giraffen. Der Wahnsinn! ;-) Die Löwen sind alle in Gehegen mit Elektrozaun. Aber hier lebt tatsächlich der König der Löwen. ;-) Eines der Löwenmännchen ist echt beeindruckend riesig! Am liebsten würden wir ihm mal die kuschelige Mähne kraulen. Florian nervt ihn so lange mit dem Foto, bis er brüllt. Wow! Da kriegt man echt Gänsehaut! Es gibt auch Löwenbabys, die man für Geld knuddeln darf. Drei sind 11 Wochen alt und liegen nur schlafend in ihrem Gehege und zwei sind 7 Monate und richtige Raufbolde! Allerdings wollen sie nur miteinander spielen und interessieren sich verständlicherweise nicht so sehr für Touris, die sie streicheln und Fotos schießen wollen. Da das Ganze eher eine Massenabfertigung ist, lassen wir das lieber und kucken uns die Raubtierfütterung an. Richtig interessant wird die aber erst, als wir mit dem Auto durch eines der Gehege fahren. Da sitzen drei Löwinnen ca. 4 m von uns entfernt im Gras und lassen sich jeweils ein Drittel Blessbock schmecken.

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Anschließend fahren wir noch bis Stroms River Village und suchen uns eine Unterkunft. Wir werden auch gleich fündig. Der „Tsitsikamma Backpacker“ sieht sehr einladend aus! Am nächsten Tag steht der Otter Trail an, bzw. die ersten 3,5 km davon. Die ganze Strecke wäre eine 5-Tages-Wanderung und die darf man nur mit Permit machen. Wir starten um 10:00 Uhr, es ist noch recht neblig vom Meer her und die Sonne kommt noch nicht richtig durch. Es hat ca. 10° C. Der Weg führt immer an der Küste entlang, erst über einen matschigen Trampel-Pfad durch den Wald, dann müssen wir über Felsen direkt am Meer klettern. Am Ende der Wanderung ist ein toller Wasserfall mit Pool, leider ist es zu kalt zu Schwimmen. Wir sind bisher die einzigen Wanderer und bevor wir uns auf den Rückweg machen, gibt’s ein kleines Picknick. Zurück am Parkplatz sehen wir gaaaanz weit weg im Meer Delphine springen. Und ein Wal kommt auch vorbei, ist aber leider nur ganz schemenhaft zu erkennen. Wir machen zunächst ein kleines wohlverdientes Mittagsschläfchen, bevor wir uns zur Suspension-Bridge aufmachen. Leider ist nur ein Teil begehbar, deshalb halten wir uns nicht lange dort auf, sondern fahren zurück zum Backpacker.

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Hier das ganze Album:

5 Kommentare für “Floaten im Addo-Nationalpark”

  1. Katja 9 September 2011 at 13:23 #

    Oh man da werde ich glatt neidisch bei den Bilder ;-)
    Bin schon auf die nächsten News gespannt ;-)

    Lg Katja

    PS: bin seit 1.9 wieder bei LuK :-))

  2. Yvonne und Raphael 9 September 2011 at 11:42 #

    Jetzt kommen ja wieder die ersten Berichte, die wir nicht schon kennen..
    Es wird also wieder spannend zum mitlesen!

    Schöne Bilder habt ihr gemacht (ausser natürlich vom gelben Vogel und vom Dung Beetle… die sind nämlich von uns ;)

    Schreibt fleissig weiter!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • admin 10 September 2011 at 14:58 #

      Jaaaaa, also… unser Dung-Beetle hatte leider grade keinen Dung dabei! Und dann wär’s ja „nur“ ein gemeiner Standard-Beetle gewesen, der überall rumlaufen könnte… ;-)))
      Falls wir Urheberrechte verletzt haben sollten, zahlen wir die Strafe dann in flüssiger Form, wenn wir euch nächstes Jahr in der Schweiz besuchen… :-)

  3. Romy 8 September 2011 at 08:25 #

    …. Giraffenbilder entdeckt. Mein iBook G4 von 19?? konnte sie nicht so schnell laden ;)

  4. Romy 8 September 2011 at 08:22 #

    … war das schön mal wieder ein paar ein badische Worte vom Florian zu lesen. Ich habe es im inneren Ohr gehört und festgestellt die Stimme ist noch im Gedächtnis auch dein Gesicht Liane war vor meinen Augen. Also in Sachen „ihr fehlt hier so sehr“ noch alles im Grünen Bereich :-)

    Aber ich spreche euch doch etwas vom „Student sein“ zu. Wer Niknak, Bier und Wein als dekadent bezeichnet …

    Viele liebe Grüße ausm Badischen, dahin wo auch immer ihr euch herumtreibt, auf dieser ach so schönen Erde *träum*

    PS. Fällt mir noch was ein. Schön, dass ihr Giraffen gesehen habt, aber wo sind denn Bilder diesmal?


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